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Psalm 10: Gott, wo bist du?

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Warum fühlst du dich manchmal so unendlich weit weg, Herr? Warum wirkt es gerade dann, wenn das Leben schwer wird und alles zusammenbricht, als hättest du dich versteckt? Wir sehen Menschen um uns herum, die rücksichtslos und voller Hochmut über Schwächere hinweggehen. Sie spinnen Intrigen und nutzen andere aus – und man wünscht sich fast, dass sie endlich einmal selbst in ihren eigenen Fallen landen.

Die Überheblichkeit der Rücksichtslosen

Wer skrupellos durchs Leben geht, schämt sich nicht einmal dafür. Er prahlt noch mit seiner Gier und lacht insgeheim über Gott. Seine Haltung schreit: „Gott interessiert das sowieso nicht, den gibt es doch gar nicht!“ Und das Bittere ist: Aus menschlicher Sicht scheint solchen Leuten oft alles zu gelingen. Gottes Werte sind ihnen völlig fremd, sie wischen Warnungen beiseite und verspotten jeden, der ihnen im Weg steht. Sie wiegen sich in absoluter Sicherheit und reden sich ein: „Mir kann niemals etwas passieren, ich stehe über den Dingen.“

Das unsichtbare Leid hinter den Fassaden

Ihre Worte sind oft vergiftet – voll von Lügen, Hetze und verdeckter Bosheit. Wie Raubtiere lauern sie im Verborgenen auf die Stillen und Wehrlosen. Sie nutzen ihre Machtpositionen aus, ziehen heimlich die Fäden und reißen diejenigen zu Boden, die sich nicht wehren können. Dabei beruhigen sie ihr eigenes Gewissen mit dem Gedanken: „Gott sieht weg. Er hat das längst vergessen und kümmert sich nicht darum.“

Der Wendepunkt: Steh auf und greif ein!

Aber hier darf die Klage laut werden: Steh auf, Herr! Zeige deine Gegenwart und vergiss die Menschen nicht, die am Boden liegen! Warum sollten die Rücksichtslosen recht behalten und glauben, dass alles ohne Folgen bleibt? Die Wahrheit ist: Du siehst es ganz genau. Du siehst jede stille Träne, jeden Kummer und jede Mühsal. Du schaust nicht weg, sondern du nimmst dieses Leid direkt in deine eigenen Hände. Wer sonst niemanden hat, darf sich ganz bei dir bergen.

Gottes ewige Gerechtigkeit und Trost

Am Ende behält das Böse nicht das letzte Wort. Gott setzt der Willkür Grenzen und fordert Rechenschaft ein, bis die Ungerechtigkeit verschwindet. Gott bleibt der wahre Regent für alle Zeiten. Er hört die leisen Sehnsüchte der Demütigen, er richtet ihre müden Herzen wieder auf und schenkt ihnen Gehör. Er sorgt dafür, dass die Schutzlosen zu ihrem Recht kommen – damit kein sterblicher Mensch ihnen jemals wieder Angst einjagen kann.

Hier findest Du den Original Psalm:
Zum Vergleich – Psalm 10 im Original auf die-bibel.de

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Beitragsbild mit erstellt mit Gemini ©Gott-ganz-einfach

Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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